CARNOT: Innovative Software zur Integration und Modellierung von Geschäftsprozessen., CARNOT AG, Frankfurt a.M. 2002.

THEMES: CARNOT
YEAR: 2002
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User: Anonymous


LABEL: Workflow
ORGANIZATIONS: CARNOT
PEOPLE: Milch, Jochen
PLACES: Frankfurt.a.M.
THINGS: Deadlock | Enterprise Application Integration | Java | PCS
TIME: 2002
 
http://pbfb5www.uni-paderborn.de/www/WI/WI2/wi2_lit.nsf/Historie/0FF9956F73157A0BC1256B97002654B1!OpenDocument
Deadlock?
          Ludwig Nastansky/WI2/FB5/UniPB/DE

          11.04.2002 20:11

To
kberberich@carnot.ag
cc
bcc
Subject
CeBIT FollowUp: Deadlock and Workflows

Lieber Herr Berberich:

Gern erinnere ich mich noch an Ihre interessante Vorstellung Ihres Carnot PCS. Leider komme ich erst heute dazu, wie versprochen auf das Deadlock-Problem zurückzukommen.

Ich habe jetzt nicht mehr ganz genau Ihr Carnot Prozessmodell im Kopf: Zyklen zugelassen? Mehrere Eingänge zugelassen? Split auf parallele Prozesse?.

Wie auch immer ... In unserem Pavone Workflow-System lassen wir Zyklen zu. Eine intuitiv verständliche, vergleichsweise einfache und nicht von vornherein unlogische Situation für einen (klassischen) Deadlock finden Sie in der anliegenden Graphik:

- Knoten 1 modelliert einen split in zwei parallele Prozessketten (links 2->5; rechts 3->4->6)
- Gegenseitige Verschränkung ist gegeben durch 2->3 und 4->5
- Knotenzustände 2 und 3 können niemals eintreten/abgeschlossen werden, weil sie gegenseitig auf sich warten.

Es ist klar, dass in komplexeren [echten] Prozessgraphen die Situation nicht so klar auf der Hand liegt. Wir haben deshalb eine Verifizierungs-Engine in unserem Pavone Prozess-Modellierer, die Deadlocks lokalisiert. Daraus lassen sich für die Runtime-Engine forcierte Deadlock-Auflösungsvorgaben generieren.

Zur Theorie siehe:

Deadlock occurences in workflow systems (-> chapter 6):
http://pbfb5www.uni-paderborn.de/www/wi/wi2/wi2_lit.nsf/AllIntranet/D4C7C47ACF554129C1256A920038F1C9!OpenDocument

Simple-Deadlock.gif

Ich bin interessiert, ob sie durch implizite Einschränkungen auf die Prozessstrukur/-graphengestaltung möglicherweise bei Carnot Deadlocks ausschließen.

Mit bestem Gruß,
Ludwig Nastansky

__________________________________________________________________________
Prof. Ludwig Nastansky Mail:
Business Computing Ludwig.Nastansky@fb5mail.upb.de
Wirtschaftsinformatik 2 - FB 5 Tel.+49-5251-60-3368 (office)
GCC - Groupware Competence Center Fax:+49-5251-60-3399
University of Paderborn WWW:
http://gcc.upb.de
Warburger Straße 100
D-33098 Paderborn, Germany
__________________________________________________________________________

----- Forwarded by Ludwig Nastansky/WI2/FB5/UniPB/DE on 22.05.2002 19:45 -----

          "Klaus Berberich" <kberberich@carnot.ag>

          16.04.2002 16:45

To
<ludwig.nastansky@notes.uni-paderborn.de>
cc
bcc
Subject
AW: CeBIT FollowUp: Deadlock and Workflows


Lieber Herr Nastansky,

vielen Dank für Ihre Email. Da wir kurz vor einem neuen Release stehen
(CARNOT 2.0 Beta 2) hatte ich bisher keine Zeit zu antworten.

Das Deadlock Problem, wie Sie es beschrieben, haben ist mir bekannt. Es kann
allerdings in CARNOT nicht auftreten. Die Verbindung in Ihrem Bild von 4
nach 2 kann in CARNOT nicht gemacht werden. Unsere Bezeichnung dazu ist
"Circular Dependency" und genau solche erlauben wir nicht, d.h. wir lassen
sie bereits beim Modellieren nicht zu.

Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, die Theorie weiter zu verfolgen
(sprich den von Ihnen gesandten Link zu besuchen), was ich bald möglichst
nachholen werde. Grundsätzlich verbieten wir, dass eine Aktivität auf eine
Aktivität die im Fluss vor Ihr liegt verweist. Das erscheint als sehr starke
Einschränkung, hat sich in der Praxis aber noch nicht als solche erwiesen.
Bisher war die gewünschte Funktionalität durch Subprozesse, die bis zu einem
gewissen Endergebnis als Schleife immer wieder durchlaufen werden, zu
erreichen. Damit lässt sich natürlich Ihr Beispielprozess nicht abbilden,
aber der wäre wahrscheinlich auch keine wirklich gewünschte Funktionalität.

Ich hoffe, ich konnte Ihre implizite Frage beantworten und freue mich
natürlich auch weiterhin über Ihr Interesse, Ihre Anregungen und Kritik.

Mit freundlichem Gruß,
Klaus Berberich