Steiger, Christoph: Wissensmanagement in Beratungsprojekten auf Basis innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien: Das System K3 - Entwicklung einer Werkzeugunterstützung zur Modellierung von Organisationssubsystemen für die Arbeit verteilter Teams, Dissertation Thesis, University of Paderborn, Department of Business Computing 2 2000.

THEMES: Steiger, Christoph
META STRUCTURES: CH\...\Wissensmanagem... | CH\...\Workflow Manag... | SS\...\WM-Grundlagen
YEAR: 2000
 

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Summary
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Zusammenfassung:
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1. Generierung von Mehrwert durch Eingrenzung und deutliche Konkretisierung des Themengebietes Wisssensmanagement

Zu Beginn der vorliegenden Dissertationsarbeit wurde das Thema Wissensmanagement lediglich in Fachkreisen diskutiert und erste konzeptionelle Veröffentlichungen wurden verfaßt - zuerst Artikel in Fachzeitschriften später akademische wie auch nicht-akademische Bücher. Dabei gehen die entsprechenden Autoren [Probst, Nonaka/Takeuchi, Sveiby, Stewart] i.d.R. davon aus, daß Wissensmanagement ein generisches Konzept ist, das sich auf unterschiedliche Branchen und Unternehmen in ähnlicher Weise anwenden läßt.
Der Grundgedanke der vorliegenden Dissertation ist, daß dies eben nicht der Fall ist. Wissensmanagement ist hochgradig branchen- und unternehmensabhängig. Daher wurde im Rahmen dieser Arbeit eine Branche ausgewählt, deren spezifische Charakteristika sowie bereits existierende Formen des Wissensmanagement bei ausgewählten Vertretern der Branche analysiert und daraus die Anforderungen an ein effektives wie effizientes Wissensmanagement für diese Branche abgeleitet.
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2. Integration von Wissensmanagement und Projektmanagement
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Die oben begründete Fokussierung auf die Branche der Unternehmensberatung und die damit einhergehende Beobachtung, daß Unternehmensberatungen ihre Geschäftstätigkeit i.d.R. projekthaft abwickeln und damit im Rahmen von Projekten den größten Teil ihres Unternehmenswissens generieren, führt zu der Anforderung, die Möglichkeiten zu evaluieren, Wissensmanagement und Projektmanagement miteinander zu verbinden.
Diese Verbindung wird durch die Entwicklung eines neuartigen, generischen Vorgehensmodells für Beratungsprojekte sowie die Einbettung desselben in innovative Workflow-Technologien erreicht. Auf diese Weise kann einerseits, relevantes Projektwissen im jeweiligen situativen Kontext zeitnah in strukturierter Form erfaßt werden und andererseits ist es möglich, Ähnlichkeiten zwischen Projektsituationen automatisch zu erkennen und aus einer umfassenden Wissensbasis das im jeweiligen Kontext geeignete Wissen gezielt anzubieten.
Die vorliegende Arbeit respektive das vorliegende Wissensmanagementsystem stellen damit eine neuartige, wissenschaftlich fundierte wie in der Praxis validierte Form des projekt-orientierten Wissensmanagements dar.
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3. Knowledge Mapping - Konzeptionelle Herleitung der Bedeutung kognitiver Strukturen für den Zugang zum individuellen, menschlichen Wissensspeicher (Gehirn) und Anwendung der Erkenntnisse auf die Entwicklung von Zugangsmechanismen in kollektiven, elektronischen Wissenspeichern
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Ein Teil der aktuellen Wissensmanagementansätze behandelt die Entwicklung neuer sowie die inkrementelle Verbesserung existierender Suchmechanismen und -maschinen mit dem Ziel, schnellen und einfachen Zugang zu elektronisch gespeichertem Wissen zu erlangen. In der vorliegenden Disseration wird dieser Weg ausdrücklich nicht verfolgt (siehe auch: Wilhelm Tell-Metapher), statt dessen werden die Potentiale der aktiven Navigation in Wissensräumen ausgelotet.
Der Autor vertritt die These, daß ein erfolgreiches Wissensmanagement-Konzept nicht durch eine kontinuierliche Ausweitung der Substitution menschlicher Anteile an Arbeitsprozessen begründet ist, sondern vielmehr durch Ansätze gekennzeichnet ist, die eine Symbiose der assoziativen Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns mit den Interaktionspotentialen innovativer IuK-Systeme unterstützen.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit erfolgt daher auf Basis der Erkenntnisse der Neurobiologie eine konzeptionelle Herleitung und wissenschaftliche Begründung der Bedeutung und der Potentiale kollektiver, kognitiver Strukturen für das Wissensmanagement, die ihre praktische Umsetzung in der Konzeption und Entwicklung einer geeigneten Metapher und eines an realen Anforderungen orientierten kollektiven, kognitiven Modells für den gewählten Anwendungsfall der Unternehmensberatungen erfahren.
Das hieraus resultierende neuartige Modell respektive System Knowledge City stellt eine innovative Abbildung kognitiver Strukturen dar, die geeignet ist, unterschiedlich geartete Wissenslandkarten unter dem logischen Dach der Metapher Stadt zu einem stimmigen Wissensraum zu integrieren. Dieser Raum erlaubt auf Basis eines intuitiven Navigationsansatzes das effizente Auffinden relevanten Wissens, ohne Gefahr zu laufen, sich in den verzweigten Strukturen zu verlaufen ("Lost in hyperspace-Syndrom") und ermöglicht damit den einfachen Austausch kollektiven Wissens.
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