Geber, Max: Unternehmensmitbestimmung im internationalen Vergleich

THEMES: GCC Teaching\...\3 Completed | Geber, Max
YEAR: 2007
 
Summary
Management Summary (english):

The chapters of this paper include the workers' participation systems of the countries, Germany, England and France. The German System is very different to the other two systems. Especially in the participation of the workers at the enterprise level. Therefore is the participation of the workers in works committees common in the most European countries. No participation of the workers is only in some countries common. As shown in the chapter five, the different systems have different effects. One effect is clear. More participation reduce the strike days per worker.
The European workers committees was barn with the rule 94/45/EG. The power of the European workers committee is very similar to the French system, because the power of the committee are for activities in the establishment level. The different to the German system is that there are no participation for the enterprise level and the committee in Germany has not only briefing and hearing rights then also real participation rights. The rule 94/45/EG is also not similar to the English system because this system only use civil agreements.
The theses of the Berliner Ring shows us some criticism and for this criticism some possible fixes for the participation, especially for the enterprise level. One of the most important point in this theses is the transfer of the worker agent out of the board of directors to the control council. This council has comprehensive briefing and hearing rights, but no real participation rights. The cause of the transfer are for the Berliner Ring the lack of skills and the false motivation of the worker agents.

Wichtige Punkte für das Management (deutsch):

Die Kapitel dieser Arbeit umfassen unter anderem die Mitbestimmungssysteme der Länder Deutschland, England und Frankreich. In diesen Kapitel wurde klar, das Deutschland sich sehr stark von anderen Systemen in anderen Ländern unterscheidet. Insbesondere die Mitbestimmung der AN auf Unternehmensebene durch den Aufsichtsrat, ist in anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ungewöhnlich. Hingegen die Mitbestimmung nur durch den Betriebsrat ist weit verbreitet. Keine Mitbestimmung durch verankerte Rechte in Gesetzen ist in wenigen Staaten üblich. Wie durch die Untersuchungen im Kapitel 5 verdeutlicht wurde, haben die verschiedenen Systeme in gewissen Bereichen unterschiedliche Auswirkungen. Eins steht dabei jedoch fest, eine stärkere Partizipation der AN an Entscheidungsprozessen, führt zu weniger Streiktagen pro Mitarbeiter.
Anschließend wurde die Richtlinie 94/45/EG dargestellt und der europäische Betriebsrat der aus der Richtlinie hervorgeht. Im Vergleich der Rechte des EBR zu den Rechten der Mitbestimmung in den Mitgliedsstaaten der EU ist eine stärkere Übereinstimmung mit dem französischen Modell zu erkennen, da es dabei hauptsächlich um die Mitbestimmung auf Betriebsebene geht. Ein wesentlicher Unterschied zum deutschen Modell ist, das es keine Mitbestimmung der AN auf Unternehmensebene durch den Aufsichtsrat gibt. Auch hat der BR in Deutschland Mitentscheidungsrechte und nicht nur Anhörungs- und Unterrichtungsrechte. Da die Richtline 94/45/EG nicht nur Kollektivvereinbarungen vorsieht diente auch das englische Modell eher weniger als Vorbild.
Durch die veröffentlichten Thesen des Berliner Rings, sind uns im letzten Kapitel Kritikpunkte und mögliche Lösungswege für die Mitbestimmung, speziell auf der Unternehmensebene, vorgeführt worden. Einer der stärksten Punkte war dabei die Ausgliederung der AN-Vertreter aus dem Aufsichtsrat, hin in einen extra geschaffenen Kontrollrat. Dieser Rat soll mit umfassenden Anhörungs- und Informationsrechten ausgestattet werden. Jedoch nicht mit Entscheidungsrechten wie es der Aufsichtsrat hat. Als meist genannte Gründe für dieses Vorgehen wurden die fehlende Qualifikation und die falsche Motivation der AN-Vertreter genannt.