Liepmann, Peter: Anerkennungen ausländischer Prüfungsleistungen, Prüfungsausschuss Studiengang Wirtschaftswissenschaften 2001.

Regelungen zur Gleichwertigkeit und Anrechenbarkeit von Studien- und Prüfungsleistungen sowie Studienabschlüssen ausländischer Studierender am FB5 Universität Paderborn

THEMES: Liepmann, Peter
YEAR: 2001
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User: Anonymous


THINGS: Anerkennung | Credit Points | Prüfung
TIME: 2001
 

Regelungen zur Gleichwertigkeit und Anrechenbarkeit von Studien- und Prüfungsleistungen sowie Studienabschlüssen ausländischer Studierender


Probleme stellen zu befürchtende Fälschungen von Unterlagen, fehlende Informationen über Studien- und Lehrinhalte, häufig nur mögliche Teilanrechnungen von Fächern sowie die kaum einzuschätzende Qualität von Abschlüssen dar. Lösungsvorschläge:

· Abschlußurkunden und -zeugnisse sind dem Prüfungsausschuß im Original und für die Akten in beglaubigter deutscher oder englischer Übersetzung vorzulegen.

· Abschlußurkunden und -zeugnisse von Ländern/Universitäten ohne Kooperationsabkommen werden vom Prüfungsausschuß mit der „Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder für die Beurteilung ausländischer Bildungsabschlüsse“ zur Begutachtung des Status der Herkunftsuniversität besprochen.

· Anrechnungen erfolgen bei Nachweis eines Abschlusses mit mindestens dreijähriger Studienzeit und bei entsprechenden Studien- und Prüfungsleistungen zur Entlastung der jeweiligen Fachvertreter vom Prüfungsausschuß möglichst für ganze Fächer (dadurch Vermeidung von Teilanrechnungen und von Problemen bei der Ermittlung von Fachnoten). Grundsätzlich soll diese Anrechnung von Amts wegen beschränkt sein auf Grundzüge der VWL A, Mathematik A, Statistik A, und Wirtschaftsenglisch.

· Sind bei Nachweis eines Studienabschlusses mit mindestens vierjähriger Studienzeit Studien- und Prüfungsleistungen möglicherweise über die vorstehend genannten Fächer hinaus anrechenbar, sollen die Fachvertreter um ihr Urteil gebeten werden (möglichst wiederum Anrechnung eines ganzen Faches oder keine Anrechnung).

· Anrechnungen von Studien- und Prüfungsleistungen, die außerhalb der Länder/Universitäten mit Kooperationsabkommen erbracht worden sind, werden mit "bestanden" vorgenommen (wegen der Unvergleichbarkeit der Bewertungssysteme). Sie gehen dann nicht in die Gesamtzensur der Vorprüfung oder Abschlußprüfung ein.

· Voraussetzung für die Anrechenbarkeit ist stets eine von der Heimatuniversität ausgestellte, bei Bedarf von ihr oder einer Botschaft oder einer anderen anerkannten Institution übersetzte und beglaubigte Aufstellung der Fächer und Veranstaltungen mit Angabe der Semester, in denen sie absolviert worden sind. Bei Anrechnungen, die von einzelnen Fachvertretern zu prüfen sind (über die Anrechnungen von Amts wegen hinaus), sind offizielle Veranstaltungsgliederungen oder Kursbeschreibungen der Heimatuniversität vorzulegen (ohne ausreichende Dokumentation der Inhalte keine Anrechenbarkeit).

· Fazit: Jeder Anrechnungsantrag ist zunächst dem Prüfungsausschuß vorzulegen, der ihn prüft und gegebenenfalls weiterleitet.